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19.3.2010 : 18:19 : +0100

Sammlung


bitte beachten Sie

Die Bereiche Kontrazeption, Gynäkologie und Klystiere werden in nächster Zeit schrittweise um Textinhalte ergänzt!

Historischer Stellenwert der Greifswalder Sammlung

Im Vergleich mit zwei weiteren Sammlungen in Deutschland, jener der Göttinger Georg-August-Universität und der der Berliner Charité, entstammen die geburtshilflichen Instrumente der Greifswalder Sammlung hauptsächlich dem Zeitraum vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, die Greifswalder Sammlung folgt somit chronologisch jenem Bestand, den die Sammlung in Göttingen dokumentiert. Indem hauptsächlich von F. B. Osiander begonnenen Göttinger Archiv befinden sich beeindruckende Zeugnisse des 17. und 18. Jahrhunderts sowie einiges aus dem frühen 19. Jahrhundert. So finden sich dort u.a. die Originalmodelle der Geburtszange nach William Smellie, die Geburtszange nach André Levret, das Sichelmesser nach François Mauriceau und die Knochenzange nach Mesnard-Stein.

Die Sammlung der Berliner Charité enthält Instrumente aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert. So befinden sich dort etwa die viel zitierte Forceps-céphalotribe nach A. Baudelocque sowie Palfyns Geburtszange (les mains de Palfyn), doch fehlen für eine kontinuierliche chronologische Dokumentation entscheidende Instrumente.

Die Sammlung der Greifswalder Universitätsklinik stellt insofern eine wichtige Ergänzung für ein vollständiges Bild der Entwicklung der operativen Geburtshilfe in den Gebäranstalten und Geburtshäusern des 19. und 20. Jahrhunderts dar, zwei Jahrhunderten in denen die rasant fortschreitende Wissenschaft auch in der Geburtshilfe große und entscheidende Schritte gemacht hat. Die Greifswalder Sammlung dokumentiert z.B. die Evolution der KranioklastenÖffnet einen internen Link im aktuellen Fenster und die Weiterentwicklung der AchsenzugzangenÖffnet einen internen Link im aktuellen Fenster , nicht zuletzt befinden sich dort noch Raritäten wie der Transforateur nach Hubert, der Dilatator nach BossiÖffnet einen internen Link im aktuellen Fenster oder der Kephalothryptor nach RitgenÖffnet einen internen Link im aktuellen Fenster .


Ein kurzer Überblick

Spende von Dr. Pietsch aus Anklam

In den Bestand des "Museums" sind mehrere Instrumenten- und Gerätespenden aus ganz Deutschland z. B. aus Anklam (CA Dr. Pietsch), Bremen (Dr. Wenig), Greifswald (Prof. Dr. Hüttner) Hamburg (Dr. Seidl), Karlsruhe (Drs. Weinschenk und Scherer), Köln (Prof. Dr. Römer), Rostock (Prof. Dr. Schwarz), Stettin (Dr. Grobelny), Berlin (Dr. Wernecke, AHV Turnerschaft Markomanno-Teutonia Greifswald) und von Besuchern eingegangen, die zum Teil direkte Spenden an das Museum oder persönliche Schenkungen an G. Köhler waren.


Scheidenpulverbläser

Die internationale Kollektion von Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterScheidenpulverbläsern zur Kontrazeption ist an keinem Ort Deutschlands in diesem Umfang ausgestellt. Der Bestand umfaßt mittlerweile 8 Instrumente. Daneben finden sich auch Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterScheidenspülapparate, Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterZäpfchen und Cremes vom Beginn des 20. Jahrhunderts sowie Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterPortiokappen und Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterOcclusivpessare einschließlich der Einführungsstäbe zur Schwangerschaftsverhütung sowie ein Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterScheidenzäfchenautomat aus einer Damentoilette der 50iger Jahre. Patentex, das heute noch zur Verhütung Verwendung findet, gab es schon 1925. Neu hinzugekommen ist ein Einführungsgerät für kontrazeptive Tabletten. Zu sehen ist auch ein als Füllfederhalter "getarntes" Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterBasaltemperaturthermometer.


Intrauterinpessare aus Buchsbaumholz

Zum Bestand gehören auch Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterIntrauterinpessare aus Elfenbein und Buchsbaumholz vom Beginn des 19. und solche aus Aluminium bzw. Kupfer, Glas oder Gold vom Beginn des 20 Jahrhunderts. Darunter befindet sich ein kompletter Einführungssatz für Intrauterinpessare aus dem Jahre 1904. Im Jahre 2004 hat H. Spies (Hagenow) noch ein Original Gräfenbergpessar der Sammlung übergeben. Die Intrauterinpessare wurden ursprünglich übrigens zur Behandlung der Sterilität eingesetzt. Dieser Teil der Ausstellung gilt als umfangreichste Sammlung an historischen kontrazeptiven Mitteln/Instrumenten in Deutschland.


Erstes Kolposkop der Welt

Zwischenzeitlich handelt es sich um die größte zusammenhängende geburtshilflich-gynäkologische Sammlung in Deutschland mit einigen sehr seltenen oder auch einmaligen Instrumenten, zu denen u. a. das erste Kolposkop der Welt aus dem Nachlass von Hinselmann gehört.


Kephalotryptor 18. Jahrhundert

Neben Hysterophoren, zahlreichen Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterStütz- und Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterHebelpessaren, Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterRadiumträgern und Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster"Tripperspritzen" sind Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenstergeburtshilfliche Hebel aus dem 18 Jahrhundert ebenso wie 13 Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenstergeburtshilfliche Stethoskope, 32 verschiedene Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterZangenmodelle, unterschiedliche Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterBeckenzirkel zu sehen.
Dazu gehören auch mehrere Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterKephalotryptoren und -traktoren sowie zahlreiche Instrumente zur Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterEmbryotomie bzw. Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterDekapitation.


Eine auffällige Vielfalt findet sich mit über 60 Einzelinstrumenten bei den Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterUterusdilatatorien, die mit Hegar-Stiften aus Hartgummi und Laminariastiften beginnen und über den groben dreiarmigen Dilatator nach D. W. H. Busch vom Beginn des 19. Jahrhunderts, den Metranoikter und den mechanisch aufwändigen Dilatator nach Bossi und Mensinga bei Metreuryntern aus Gummi und Metall enden.


Gasbett aus dem 2. Weltkrieg

Seltenheitswert hat auch ein Gasbett für Neugeborene aus dem 2. Weltkrieg. Ausgestellt sind auch ein Pompejanisches Speculum sowie Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterSpecula aus Zinn, Elfenbein, Porzellan, Holz und Glas. Als das erste spezifisch gynäkologisch-operative Instrument wird auch die Ovarialzystenstielklemme nach Spencer Wells gezeigt.